Rohstoffpreise: Ein Ausblick auf 2018

In fast jeder Nachrichtensendung geht es um die Entwicklungen an den diversen Rohstoffmärkten. Das liegt auch an den erheblichen Schwankungen – so vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht die Öl-, Gas- oder Edelmetallpreise ändern. Somit ist es auch keine Überraschung, dass es zahlreiche Spekulanten gibt, die diese Schwankungen zu ihren Gunsten nutzen möchten. Doch was müssen Anleger berücksichtigen, wenn sie im Jahr 2018 in Rohstoffe investieren wollen?

Rohstoffpreise: Ein Ausblick auf 2018

Quelle: pixabay.com/herbert2512

Die Rohstoffpreise klettern wieder nach oben

Die letzten fünf Jahre waren keinesfalls einfach – die Rohstoffpreise gingen laut CMC Markets immer wieder nach unten, sodass die Anleger oft mit extremen Verlusten zu kämpfen hatten. Für 2018 werden jedoch wieder erhebliche Gewinne erwartet. „Aufgrund der Tatsache, dass die Weltkonjunktur brummt, haben die Rohstoffpreise eine ordentliche Stütze“, so Eugen Weinberg von der Commerzbank, „viele Industriemetalle sind in Backwardation, sodass im Zuge von Terminkontrakten Gewinne entstehen.“ Indizes beziehen sich nämlich nicht auf die Spotpreise, sondern vielmehr auf die Terminpreise.

„Wer in Öl investiert, der muss jedoch vorsichtig sein. Es gibt noch immer ein Überangebot, sodass es nicht unweigerlich zu Preisanstiegen kommen wird“, so Weinberg. „Auch dann, wenn man in Gold investieren möchte, muss man vorsichtig sein. Natürlich kann man Gold als Versicherung gegen Krisen nutzen, jedoch dürfen sich die Anleger keine großen Preissprünge erwarten.“

Sollte man im Jahr 2018 in Gold investieren?

An den Märkten werden fast alle Rohstoffe gehandelt. Privatanleger können, dank der Finanzindustrie, fast jeden Rohstoff in das Wertpapierdepot packen. Doch bevor sich der Privatanleger mit der Frage befasst, wie er die Sache angeht, muss er sich zunächst die Frage beantworten, in welchen Rohstoff er investieren will. Die bedeutendsten Rollen – neben dem Ölpreis – spielen vor allem die Industrie- und Edelmetalle und die Agrarrohstoffe. Zu den Edelmetallen gehören nicht nur Gold oder Silber – folgt man der Definition, so geht es um alle korrosionsbeständigen Metalle. Somit investieren viele Privatanleger auch in Palladium oder Platin. Jedoch investiert der Großteil der Anleger in Gold. Vor allem auch, weil man – aufgrund der unsicheren politischen Lage (Stichwort: USA-Nordkorea-Streitigkeiten) – mit einem steigenden Goldpreis rechnet. Jedoch sind Analysten der Meinung, dass dieser – auch im Jahr 2018 – stabil bleiben wird.

Rohstoffpreise: Ein Ausblick auf 2018

Quelle: pixabay.com/Linda Hamilton

Anleger ignorieren immer wieder die „Soft Commodities“

Die sogenannten „Soft Commodities“, die wichtigsten Agrarrohstoffe, werden von Privatanlegern jedoch kaum berücksichtigt. Dazu gehören etwa Zucker, Weizen oder auch Kaffee, Baumwolle, Mais, Orangensaft oder auch Kakao. Das liegt wohl auch an den fehlenden Informationen in den Nachrichtensendungen, die sich vorwiegend nur mit dem Gold- oder Ölpreis befassen. Kaffee mag zwar mit einem Transaktionsvolumen von 20 Milliarden US Dollar/Jahr das zweithöchste Handelsvolumen aufweisen (auf dem ersten Platz liegt Rohöl), wird jedoch gerne ignoriert. Ein Investment in Kaffee wäre jedoch – aufgrund des Handelsvolumens – sehr empfehlenswert. Aber auch die restlichen „Soft Commodities“ können für das Jahr 2018 empfohlen werden.