Internationale Zusammenarbeit in der Forschung – was bringt sie?

Immer wieder hört man in den Medien, dass sich Forscher in einem Land auf ganz bestimmte Themengebiete spezialisiert haben. Während in einem Land die Krebsbekämpfung im Vordergrund steht, beschäftigen sich andere Staaten mit Demenz oder Transplantationen. In jedem medizinischen Bereich gibt es über die ganze Welt verstreut Spezialisten, die sich manchmal zu speziellen Projekten zusammenfinden um grenzüberschreitende Forschung zu betreiben. Manche kritisieren die hohen Kosten dieser Unternehmungen, während andere die großen Fortschritte loben.

Welche Vorteile bietet die internationale Forschung?

Schon während der Ausbildung wird klar: Viele Universitätskliniken haben sich auf ein bestimmtes Fachgebiet in der Medizin spezialisiert. Demensprechend entscheiden sich einige Absolventen, genau in diesem Gebiet tätig zu werden. Nicht alle möchten in einem großen Krankenhaus auf einer Station arbeiten oder ihr Geld als Allgemeinmediziner verdienen. Manchen ist es ein ganz besonderes Anliegen, in die Forschung zu gehen um dort Wege zu finden, Menschen schneller zu helfen oder bisher unheilbare Krankheiten zu kurieren. Dabei geht es um neue Operationstechniken ebenso wie um bessere Medikamente. Forschungsteams bestehen nicht immer aus Mitarbeitern aus dem eigenen Land, oft arbeitet man grenzüberschreitend, um die besten Ergebnisse zu erzielen, die Vorteile sind:

  • Einfluss verschiedener Kulturen
  • Know How aus unterschiedlichen Ländern
  • Mehr Kreativität
  • Unterschiedliche Sichtweise führen zu mehr Ideen zur Umsetzung
  • Sensibilität und Aufmerksamkeit steigt
  • Neue Technologien können eingeführt werden

Genauso wie bei internationalen Teams in anderen Fachbereichen ist es auch in der medizinischen Forschung wichtig, sich ein wenig auf andere Kulturen einlassen zu können. Zwar geht es in der medizinischen Forschung um Fortschritt und sachliche Details, allerdings führt nur ein gutes Arbeitsklima im Team zu den gewünschten Erfolgen. Dabei helfen eine offene Kommunikation und das Verständnis dafür, dass in anderen Ländern andere Sitten herrschen.

Herausforderungen für internationale Teams in der Forschung

Skeptiker kritisieren die höheren Kosten, die bei internationalen Forschungsprojekten in der Medizin entstehen. Schließlich müssen die Teammitglieder regelmäßig zusammenkommen, manchmal geht es auch um zeitlich begrenzte Projekte, wo alle Teilnehmer für einige Monate an einem festgelegten Forschungsstandort arbeiten. In diesem Fall entstehen Kosten für die Unterbringung der ausländischen Forscher. Auch die unterschiedliche Kultur kann in internationalen Teams zum Problem werden, wenn man ausländischen Kollegen nicht die nötige Empathie entgegenbringt. In manchen Ländern nimmt man es einfach mit Pünktlichkeit nicht so genau oder es herrschen traditionsbedingt andere Arbeitszeiten. Auch die Art der Kommunikation ist bei der internationalen Zusammenarbeit ein heikles Thema. Nicht in jeder Kultur ist es üblich, Probleme direkt anzusprechen. Beim Konfliktmanagement ist daher einiges an Fingerspitzengefühl gefragt. Je mehr dieser Punkte man bereits vor Beginn der Zusammenarbeit klärt, umso erfolgreicher wird das Projekt auf sachlicher und menschlicher Ebene ablaufen. Oft kommt ein Projekt- und Forschungsleiter zum Einsatz, der als Ansprechpartner für alle offenen Fragen fungiert. Für ein erstes Kennenlernen der Forscher bietet sich ein Kick-Off Meeting statt. Im Rahmen dieser Einführungsveranstaltung sollten die Arbeitsweisen und Ziele des Projekts noch einmal genau definiert werden. Um gute Synergieeffekte durch die Zusammenarbeit von Forschern aus verschiedenen Ländern erzielen zu können, ist schon bei der Auswahl der Teammitglieder sorgfältig vorzugehen. Forscher, die bereits Erfahrung mit internationalen Projekten hatten, werden sich vermutlich schneller in das Team integrieren.

Klarheit über den Forschungsauftrag sichern

Selbst wenn Englisch als Sprache bei internationalen Projekten für viele selbstverständlich ist, macht es gerade in heiklen Fragen Sinn, gewisse Texte in die Landessprache der Projektteilnehmer übersetzen zu lassen. Eine medizinische Fachübersetzung räumt mögliche Verständigungsschwierigkeiten von vorne herein aus.

Schließlich ist es unerlässlich, dass jeder Projektteilnehmer den Zweck der Forschung und die erwarteten Ergebnisse ganz genau versteht. Wie bei allen großen Projekten sollte man auch in der medizinischen Forschung einige Zeit für die Vorbereitung einplanen. Auch eine sorgfältige Übersetzung benötigt Zeit. Am besten wendet man sich an ein Übersetzungsbüro, das sich auf medizinische Texte spezialisiert hat. Schließlich kommen schwierige Fachbegriffe vor, die auf jeden Fall korrekt übersetzt werden müssen. Während Übersetzungen in den gängigen Sprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch rasch erledigt werden können, kann es bei asiatischen Sprachen länger dauern. Wer heute online nach einem Übersetzungsbüro sucht, wird von der Fülle der Angebote überrascht sein. Da es sich bei der medizinischen Forschung um einen sehr speziellen Fachbereich handelt, sollte man Referenzen verschiedener Anbieter einholen. Wichtig ist auch, nur die Endfassung des Textes, der übersetzt werden soll, an das Übersetzungsbüro zu liefern. Ansonsten kursieren mehrere verschiedene Fassungen, die möglicherweise für Verwirrung sorgen. Für den Projektleiter mit Kostenverantwortung ist es darüber hinaus auch wichtig, die Kosten im Vorfeld zu klären. Im Normallfall erfolgt die Abrechnung je Textzeile. Da es bei medizinischen Übersetzungen sehr stark um die Qualität des Textes geht, macht es gerade in diesem Fachgebiet Sinn, etwas mehr Geld in eine professionelle Übersetzung zu investieren. Nicht nur Projektaufträge, sondern auch die Resultate werden häufig in andere Sprachen übersetzt, um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.