Die digitale Transformation des deutschen Mittelstands

Die digitale Transformation in Unternehmen nimmt einstweilen eine wichtige Position ein. Denn sie erhöht die Effizienz der Prozesse und deren Qualität und wirkt sich positiv auf die Kostenstruktur aus. Trotz geringer branchenbezogener Nachteile profitieren Unternehmen branchenübergreifend betrachtet von der Digitalisierung.

Digitalisierung optimiert den deutschen Mittelstand

Die digitale Transformation eines Unternehmens bedeutet heute wesentlich mehr als automatisierte Prozesse. Denn ging es vor wenigen Jahren bei der Digitalisierung bevorzugt um die Prozessoptimierung und reduzierte Kosten, erhält heute die Prozessautomatisierung volle Aufmerksamkeit. Die Voraussetzung dafür bildet das Internet der Dinge kombiniert mit künstlicher Intelligenz.

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Vor allem die Vernetzung von Prozessen wirken sich positiv auf das Unternehmen aus. Unabhängig davon, ob es sich um automatisierte Prozesse in der Verwaltung oder in der Produktion handelt. So übernimmt mit künstlicher Intelligenz ausgestattet Software die zeitaufwendige Eingabe großer Datenmengen, wie sie immer wieder im Vertriebsbereich anfallen. Der Mitarbeiter gewinnt dadurch wertvollen Freiraum für kundenbezogene Aktivitäten. In der Produktion sind produzierende Maschinen mit der automatisierten Rohstoffzufuhr vernetzt oder das Prototyping über 3D-Drucker optimiert die Entwicklung neuer Produkte.

Maschinen übermitteln kontinuierlich ihren aktuellen Betriebszustand an die Instandhaltungs-Abteilung und ermöglichen so eine vorausschauende und kostensparende Wartung. Wie diese Beispiele zeigen, zielt die Digitalisierung keinesfalls auf den Abbau von Mitarbeitern ab; fordert jedoch deren Spezialisierung. Dieser Bericht des Handelsblatts geht auf die Wandlung der Unternehmen durch die Digitalisierung detaillierter ein.

Innovative Dateiformate für erfolgreiche Digitalisierung

Die digitale Transformation von Unternehmen bezieht jede Abteilung mit ein. Innovative Softwarelösungen digitalisieren alle im Unternehmen verfügbaren Daten. Dieser Vorgang betrifft neu erhobene Informationen gleichermaßen wie bereits im Archiv abgelegte Daten. Sogar die in Unternehmen mit professionellem Marketing vorhandenen Imagefilme speichern moderne Dateiformate in maximaler Qualität auf dem PC oder Server.

Selbstverständlich muss es möglich sein, die Unmengen digitalisierter Informationen in mehreren Jahren immer noch lesen zu können. Dafür sorgen spezielle Datei- und Containerformate. Als Beispiel dient MKV zu DVD. Dieses Containerformat wurde für Audio- und Videodateien entwickelt und ermöglicht eine hohe Wiedergabequalität. Zugleich gewährleistet es eine über mehrere Weiterentwicklungsstufen des Formats hinausgehende Lesebarkeit.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass erfolgreiche Digitalisierung mehr ist, als nur die Umwandlung von Daten in digitale Formate.

Digitalisierung – für alle Branchen positiv?

Die Digitalisierung im Mittelstand wirkt sich in den meisten Branchen ausschließlich positiv aus. Allerdings gilt dies nicht für den gesamten Markt. Vor allem im kulturellen Bereich und in Branchen wie der Fotografie-Branche fordern Experten ein Umdenken. Dies bestätigt der Leiter der Stadtbücherei Gammertingen. Denn wie der Buchhandel und die Musikindustrie leiden auch Büchereien unter der Digitalisierung. Denn war der Gang in die Bücherei zur Recherche oder in den Buchhandel zur Erweiterung des Wissens vor wenigen Jahren noch unverzichtbar, liefert heute das Internet alle erforderlichen Informationen.

So komfortabel die Digitalisierung die Arbeit von Fotografen und Musikern gestaltet, so sehr zeigen sich vor allem in diesen Bereichen die negativen Auswirkungen. Denn während der Fotograf seine Erfahrung und künstlerischen Fähigkeiten in die Produktion jedes einzelnen Fotos einbringt, zaubert der Laie ähnlich wirkende Ergebnisse mittels Photoshop. Zum Teil kostenlose Streaming-Dienste wiederum gehen zu Lasten der Musiker. Auf diese Weise wirkt sich die Digitalisierung negativ auf die Verkaufszahlen und die Preisgestaltung aus.